Alte Herren: SW Eppendorf Ü45 – SV Bommern 05 AH/AL 1:3 oder: Neulich in Eppendorf

Und es machten sich auf, zehn Recken im zarten Alter von fünfunddreißig bis fünfundfünfzig Jahren, um der Bochumer

Fußballwelt zum wiederholten Male zu zeigen, dass nicht die Quantität sondern die Qualität entscheidend ist, Siege souverän heim über die Brücke nach Hause zu holen. 

Es waren derer: Kapitän Didi, Organisator Steffano, Abräumer Akki W. und Bernd K., Zerstörer und Aufbauer zugleich Lars S. und Jupp, der Kurier Helge, wie immer mit Reisepass unterwegs, der Seher Waldi, Zauberer Darek, leider früh verletzungsbedingt ausgeschieden und der Narr Stümmi. Und so begann das Spiel, unter der Leitung eines blutjungen Schiedsrichters, welcher gerade einmal vor sechszehn Wintern das Licht der, auch an diesem Tage wieder, hoch am Himmel stehenden Sonne, erblickt hatte. Organisator Steffano hatte wenig Mühe, seine Mannen schnell auf das Spiel der Schwarzweissen einzustellen.

 

Beeindruckend, wie er mit klaren Anweisungen, die Zuordnung in der Abwehr herzustellen vermochte.Selbstredend bedurfte es aber auch Mitstreiter, die ihm ihre Ohren leihten. Sie durften sich diese, nach dem Spiel, persönlich bei „El ORGANISATOR“ wieder abholen. Bernd K. und Akki W. ließen den Gegenspielern kaum Luft zum Atmen, geschweige denn zum Fußballspielen. Käpt`n Didi verbrachte über 65 Minuten eine geruhsame Zeit, am Steuer seines Cockpit.Lars S. und Jupp attackierten wie die wilde Horde vor der dreißig Meter Marke, wohlwissend, dass mit dem Zauberer Darek und dem Seher Waldi, zwei begnadete Leser des Spieles, mit Rat und Tat zur Seite standen. Und dann gab es da noch den Kurier Helge.„Dringender Ball an Sturmabteilung. Muss sofort überbracht werden.“ „Kein Problem, Sir ! Einen Moment.. An den Narren ??“ „ Jaa. Haben sonst keinen da vorne. Vielleicht bringt es den Gegner ja zum Lachen, wenn der Zwerg das Leder bekommt und dann kann einer von uns womöglich später einnetzen..“ Und ab ging die Post. Zeit für Wunder, Zeit für ein wenig Magie. Bernd K., übertölpelte zwei, drei Gegner, überlistete die Abwehr derer von Eppendorf mit einem genialen 25 Meter Schachzug, Lars S. flankte butterfassweich in den tödlichen Bereich vor das, von dem alten Mann unzureichend gehütete Gehäuse, der Narr Stümmi breitete sein Trikot und die viel zu weiten Hosen aus, begab sich in den Tiefflug und versenkte die Schweinsblase per Kopf zum 0:1. Mirakelos.. Ist die Erde womöglich doch eine Scheibe? War darauf aufzubauen ? Ja, latürnich...Der Kurier war mit Auftrag unterwegs. „Flanke auf Jupp, aber pronto.“ „ Auf den? Sofort.“ Gesagt, getan Und Jupp ?? „Wo soll der Ball hin ? Unter die Latte? Okayyy..“ 0:2. Die Kameraden hielten nicht lange Maulaffen feil, angesichts dieser schallenden Backpfeifen ins Antlitz der Bochumer.Obacht war weiterhin angesagt und wurde von einem jeden wunderbar umgesetzt. 

 

Brotzeit. Keinerlei Bedarf, an der bewährten Strategie, etwas zu ändern. Die Entlastungsversuche des Gegners waren überschaubar und harmlos. Der Seher Waldi entzog sich mehr und mehr seiner, ihm angedachten Position, entschied sich, unterstützt von Lars S. und „El Organisator“, für die Nadelstichvariante und brachte so Entlastung zuhauf für das grüne Team. Und es war ja noch ein Patient zu therapieren. Der Kapitän landete einen langen Hufschlag auf Lars S., welcher traumatisiert nach dem letzten Spiel gegen „Neuruhrort II“, das einzig richtige tat. Am Gegenspieler vorbei laufen und den Ball versenken, war ein Bewegungsablauf. Möglichkeiten, den Kampf höher zu entscheiden, gab es mehrfach. Der Holztreffer von Jupp zum Beispiel, sollte hier genannt genannt werden. Auch die Versuche des Kuriers Helge und des Abräumers Akki W. zum Erfolg zu kommen, dürfen nicht unerwähnt bleiben. Umhin komme ich zum Ende nicht, die misslungene Situation des Kapitän zu schildern, in welcher er des Spielgerätes verlustig wurde und dieses dann unglückseligerweise in das verlassene Netz kullerte. 1:3.

 

Fazit: Glory for this team.

 

Als Gastakteur Tommi

 

Der Kader: DIDI, STEFFANO, AKKI W., BERND K., LARS S., JUPP, DAREK, WALDI, HELGE und Stümmi

 

Autor: Jörg Kiffmeier



Kommentar schreiben

Kommentare: 0